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Kornelemente seit 1903
Original Saatgut





Voller Erfolg in der Sortenzulassung: sechs neue Sorten für Edelhof!

Im Dezember 2019 gaben wir sieben Stellungnahmen zu den Prüfberichten des BAES ab: ein Weizen wird noch ein weiteres Jahr geprüft und sechs neue Sorten wurden für die Saatzucht Edelhof registriert! Unsere Freude darüber ist sehr groß! Saatgut der Neuzulassungen wird ab dem nächsten Anbau für die Landwirte zur Verfügung stehen.

ESCUDA, die neue zweizeilige Winter-Futtergerste ist kurzhalmig und mittel standfest mit geringer bis mittlerer Anfälligkeit für Blattkrankheiten. Ertraglich zeigt die Futtergerste ihren Vorteil bei überwiegend trockenen Witterungsverläufen. Auch bei Trockenheit verbindet ESCUDA eine gute Kornausbildung mit hohem Tausendkorngewicht. Der energetische Futterwert ist überdurchschnittlich durch viel Eiweiß, geringen Rohfasergehalt und große Kornausbildung.

EFES und ERBERT heißen die neu zugelassenen Sommer-Gelbhafer.
EFES ist ein mittel-spät abreifender Gelbhafer, der sowohl im Kornertrag als auch im Strohertrag beeindruckende Ergebnisse zeigt und sich daher besonders für die innerbetriebliche Verwertung viehhaltender Betriebe eignet.
Der mittel-spät reifende Gelbhafer ERBERT beweist eine besondere Standfestigkeit, die er in den beiden Wertprüfungsjahren speziell unter den feuchten und intensiven Anbaubedingungen des Alpenvorlandes und der Oststeiermark zeigen konnte.

Bei EDDA handelt es sich um einen Wechselweizen, der über die Winterweizenprüfung im Feuchtgebiet registriert wurde. Es ist uns besonders wichtig zu belegen, dass die Winterhärte gegeben ist. EDDA ist ein kurzhalmiger, gut standfester und mittelspät reifender Grannenweizen; er stammt aus der Kooperationszüchtung mit dem niederländischen Züchter Wiersum Plant Breeding. Von Mehltau und Rostkrankheiten wird EDDA gar nicht bis wenig infiziert, bei anderen Krankheiten wird er mittel eingestuft. EDDA ist ein Mahlweizen der Backqualitätsgruppe 5. Seine Ertragsfähigkeit wurde mit der Ausprägungsstufe 9, also Top eingestuft, besonders auch in den fungizidfreien Versuchen im Feuchtgebiet. Natürlich zeigt er diese guten Prüfergebnisse auch in den Sommerweizenversuchen.

Der Kolbenweizen EXAKT wurde im Feuchtgebiet getestet, er ist spätreif und bei mittlerer Halmlänge gut standfest. EXAKT ist sehr blattgesund. Besonders hohe Kornerträge sind mit einem hohen Hektolitergewicht kombiniert. EXAKT überzeugt auch in der N-Effizienz, gemessen am Korn-Proteinertrag. Mit der Einstufung als Mahlweizen der Backqualitätsgruppe 5 besteht international großes Interesse an dieser ausgewogenen Weizensorte, die ebenfalls aus der Kooperationszüchtung mit den niederländischen Züchter Wiersum Plant Breeding stammt.

Aus der Edelhofer Eigenzüchtung stammt EVERY, ein früh reifender Grannenweizen mit der Einstufung 3 in Ährenschieben und Gelbreife und von mittlerer Halmlänge. Für Blattkrankheiten zeigt er sich nur gering bis mittel anfällig. EVERY wurde in der Bio-Weizenwertprüfung als Mahlweizen der Backqualitätsgruppe 5 zugelassen. Sowohl im Korn- als auch im Proteinertrag übertraf EVERY sämtliche Vergleichssorten.




Nachruf Konrad Schulmeister 

Liebe Heidi, liebe Eva, liebe Enkelkinder, sehr geehrte Trauergemeinde.

Ich wurde von der Familie gebeten heute einige Gedanken und Worte zu sprechen, das empfinde ich als eine Ehre und ist mir selbst auch ein Anliegen, bin ich doch einer der ersten Mitarbeiter von Konrad.

Konrad selbst pflegte Beerdigungen immer wahrzunehmen und daran teilzunehmen, sein Spruch war: „dafür musst du dir Zeit nehmen, denn eines Tages trifft es auch dich selber“.

Nun, hoffentlich kannst du es heute sehen wie viele Verwandte, Nachbarn, Freunde und Berufskollegen hier sind - um sich von dir zu verabschieden und dich auf deinem letzten irdischen Weg zu begleiten.

Ich möchte den Teil seines Wirkens mit dem Beginn am Edelhof - mit einer Pflanze vergleichen. Nicht irgendeine Pflanze, nein - mit seiner wohl beliebtesten Getreidepflanze – nämlich mit dem Winterroggen.

Als zartes  Korn wurde Konrad so um 1950 in der landwirtschaftlichen Fachschule Edelhof gesät oder fachlich ausgedrückt „gestupft“.
Als Absolvent der Schule erhielt er eine Anstellung als Arbeitslehrer und wurde Assistent des damaligen Getreidezüchters, Herrn Direktor Boden. Winterroggen und Sommerhafer wurden damals gezüchtet, dies schien ausreichend zu sein.

Der Keimling Konrad wuchs zu einem Pflänzchen, bestockte sich und wie wir wissen geht der Roggen in die Winterruhe  und es vergehen 3-4 Monate ohne große Entwicklung der Pflanze. So sehe ich auch die ersten 15 Jahre seines Wirkens am Edelhof. Das war die Lernphase für den jungen Getreidezüchter Schulmeister. Trotzdem konnte 1965  damals eine kurzstrohige Roggensorte mit dem späteren Namen EHO-Kurz ins Zuchtbuch eingetragen werden. Diese Sorte, bei der  Konrad schon wesentlich mitwirkte, sollte die Basis für spätere Erfolge werden. 1973 machte Konrad  die ersten Sommergerstenkreuzungen – nicht am Edelhof – nein im Geheimen am Gerstenfeld von seinem Freund Franz Hofbauer.

 

Im Frühjahr beginnt der Roggen zu wachsen und zu schossen, das heißt er bildet Halme.
Diese Phase erfolgte ab 1979 mit dem neuen Direktor Kastner und der Zusammenarbeit mit dem Verband ländlicher Genossenschaften – heute RWA. Adi Kastner ermöglichte Konrad die Saatzucht auf richtige Beine zu stellen und sagte zu ihm  „Mach was draus“! Konrad bekam den nötigen Freiraum, das notwendige Werkzeug und eine großzügige eigene Entscheidungskraft. Im Zuchtgarten befanden sich mittlerweile auch die ersten Weizenzuchtgenerationen.

 

Die schönste Zeit im Zuchtgarten, ist die Blüte des Getreides und die  Einkörnungphase der Ähren.
Diese Zeit genoss Konrad am meisten, war es jetzt endlich an der Zeit sich ein optisches Bild von seinen „ Kindern“ zu machen. Vorselektieren, bonitieren, Notizen zu machen, welche Stämme einen Einser bekommen könnten – wie in der Schule. Bis 1995 wurden bereits neue Sommergersten- Sommerhafer- Sommerweizen- Winterroggen- Winterweizen- und die zwei bekannten Waldviertler Mohnsorten als Sorten registriert. Auch in den Nachbarländern von Österreich waren die ersten Edelhofer Sorten auf den Markt gekommen.

 

Die Reife des Roggens unterteilt man in Milchreife, Teigreife und Vollreife.
Konrads lange gehegter Traum sollte sich nun realisieren. Eigentlich wollte Konrad Bauer werden und sehnte sich nach einem typischen Waldviertler Dreiseithof. Mit der Gründung eines Vereines und der Unterstützung wichtiger Personen, sowie mit viel Ehrgeiz und Geschick konnte im Sommer 1996 die neue Saatzuchtstation am Edelhof eröffnet werden. Es ist ihm zu verdanken, dass wir bereits über 20 Jahre in diesem schönen Haus unsere Arbeit verrichten dürfen.  

 

Die Ernte des Getreides ist für jeden Landwirt der Höhepunkt im Jahresablauf.
Die Verleihung des Titels „Ökonomierat“ 1998 war für Konrad eine große Anerkennung für seine züchterische Tätigkeit. Er hat einen wesentlichen Beitrag geleistet zum Wohle der österreichischen Landwirtschaft.

Ein österreichischer Züchterkollege schrieb uns vor einigen Tagen:
"Ich habe seine Art wie er persönlich auf uns zugegangen ist sehr gemocht. Er hat sich eingereiht in die Ära Körber (Saatbau Linz) und in die Ära Prof. Hänsel (Saatzucht Probstdorf), drei bedeutende österreichische Züchter der Nachkriegszeit."

Bis 2009 beschäftigte sich Konrad Schulmeister weiterhin mit züchterischen Projekten. Mit 76 Jahren nahm er schweren Herzens Abschied von seinem Edelhof, wohlweislich zufrieden, den Fortbestand der Züchtung in guten Händen zu wissen. 

 

Der Roggen ist nun geerntet und aus einem Korn sind viele Körner entstanden – ganz im Sinne von Konrad Schulmeister.
Im Namen von Konrad und seinen Töchtern, ein herzliches Dankeschön an alle Freunde, die heute hier versammelt sind, die seine Arbeit und sein Schaffen immer mitgetragen haben.

 

Konrad war stets vorbereitet, so anscheinend auch zu seinem Ableben. Seine Enkeltochter Silvia fand in den letzten Tagen  ein paar selbst geschriebene Zeilen in seiner Schublade:

Geh auf das Feld!
Da warten die Pflanzen auf dich.
Schöne Pflanzen,
die schweigend 
von der Stille zehren
und jedes Jahr blühen und reifen.
Da singen die Vögel für dich
und die Wildtiere äsen neben dir.

Wo bleibst du, ihnen zu lauschen?
Hier ist Ruhe, unsagbarer Frieden!

 

Hubert Hofbauer, Saatzucht Edelhof


Wir verabschieden uns von unserem langjährigen Saatzuchtleiter Konrad Schulmeister.

Die Ära einer Waldviertler Züchtungspersönlichkeit, die weit über die Grenzen Österreichs hinausgestrahlt und ihre Spuren hinterlassen hat, geht hiermit zu Ende.

Seine Liebe zur Getreidezüchtung wird uns in unserer Arbeit in den Versuchen und bei den Selektionen in den Feldbüchern weiterhin begleiten.

Danke Konrad!

 





Die 'kurze' Revolution im Roggenfeld

Mit Halbzwergen zu mehr Ertrag und Toleranz gegen Trockenstress

Züchter an der Saatzucht Edelhof wollen das Brotgetreide im internationalen Verbund attraktiver machen und gegen den Klimawandel wappnen. Aktuelle Studie liefert Präzisionswerkzeuge für die züchterische Nutzung des Kurzstroh-Gens Ddw1 und vermittelt neue Erkenntnisse zu seiner Wirkungsweise.



Edelhof, Zwettl. Der Roggenanbau hat in Mittel- und Nordeuropa eine lange Tradition. Die Brotspezialitäten aus dem genügsamen Verwandten des Weizens werden geschätzt. Ein internationales Forschungskonsortium, zu dessen elf Partnern auch die Saatzucht Edelhof zählt, will das Getreide züchterisch auf die Zukunft vorbereiten und den Roggenanbau attraktiver machen.  Aufbauend auf seinen guten Eigenschaften wie Winterhärte, geringer Ansprüche an den Boden und den geringsten CO2 Fußabdruck unter den Getreidearten, sollen im Projekt RYE-SUS die Lagerneigung sowie die Trockenstresstoleranz des Roggens verbessert werden.

Von besonderer Bedeutung ist dabei die Verkürzung der Halme. Die Züchtungsforscher setzen dazu auf einen Durchbruch, den sie in der Fachzeitschrift „Frontiers in Plant Science“ beschreiben. Mit moderner Sequenziertechnologie haben die Wissenschaftler kurz- und normalstrohigen Roggen umfassend charakterisiert. Sie erhielten so erstmals Einblicke, auf welche Weise das Wachstumshormon Gibberellin die Wuchshöhe der Pflanze auf molekularer Ebene kontrolliert. Die Aktivität eines Gens aus der Gibberellinbiosynthese wird in Roggen, der das Kurzstroh-Gen Ddw1 trägt, deutlich gesteigert. „Wir konnten diesen Erkenntnisgewinn für die Entwicklung von neuen Selektionswerkzeugen nutzen, mit denen Ddw1 in Elitezuchtmaterial eingekreuzt werden kann“, sagt Dr. Bernd Hackauf vom JKI. Dies war bisher mit vergleichbarer Präzision nicht möglich.

Mitte des 20. Jahrhunderts hatte die Züchtung von Halbzwergen zu einer enormen Ertragssteigerung beim Weizen geführt, unter anderem, weil kurze Halme deutlich schwerere Ähren tragen können, ohne umzuknicken. „Beim Roggen wollen wir nun die entsprechende Kurzstroh-Ära einleiten. Die molekularen Daten zeigen, dass Ddw1 auch ein Schlüssel sein könnte, um die Dürretoleranz des Roggens zu erhöhen“, erklärt Hackauf.

Gemeinsam mit ihren Partnern haben die Züchtungsforscher am JKI das Gen Ddw1 in erste Saat-elternlinien eingekreuzt. Im Sommer 2019 wuchsen kurzstrohige Linien, die das Ddw1-Gen reinerbig tragen – eine Weltpremiere. Kreuzt man diese Elterlinien weiter, vererben sie Ddw1 an ihre Nachkommen; deren Halme bleiben aufgrund der dominanten Wirkungsweise von Ddw1 ebenfalls verkürzt.
Über die Kreuzung mit genetisch verschiedenen Polleneltern können die Wissenschaftler nun einen sogenannten Heterosis-Effekt nutzen: Werden reinerbige Elternlinien miteinander gekreuzt, liegt die Leistung der ersten Nachkommengeneration (F1-Hybriden) zumeist deutlich über der ihrer Eltern. Auf diese Weise erstellen die Forscher besonders leistungsstarke Nachkommen, die neben Kurzstrohigkeit weitere vorteilhafte Merkmale in sich vereinen – eine Weiterentwicklung der 'Grünen Revolution'. Beim Anbau leistungsstarker Hybriden mit hoher Mutterkornabwehr und verkürzten Halmen kann auf chemische Wachstumsregler künftig verzichtet werden, auch die Energiekosten für Ernte und Trocknung reduzieren sich, so der Plan der Forscher. Um die Leistung der Züchtungen unter verschiedenen Klimaszenarien vorhersagen zu können, wollen die Experten des JKI im Rahmen von RYE-SUS das erste Wachstums- und Entwicklungsmodell für Roggen etablieren. Weitere Merkmale, denen sie sich widmen, sind das Wurzelsystem sowie die genetischen und molekularen Grundlagen der ausgeprägten Winterhärte des Roggens.  

Hintergrund
Roggen zählt derzeit zu den gering genutzten Kulturpflanzen. Er trägt weniger als 2,5 Prozent zur Getreideproduktion in Europa bei. Auf leichten, grundwasserfernen Böden hat Roggen aufgrund seines hoch entwickelten Wurzelsystems einen Vorteil gegenüber anderen Getreiden. Er ist zugleich aber in besonderem Maße von den Auswirkungen des Klimawandels, konkret von Extremwetterereignissen wie Dürreperioden, Hitzewellen oder, aufgrund seines langen Halmes, von Starkniederschlägen betroffen. Als Fremdbestäuber verfügt Roggen jedoch wegen seiner hohen genetischen Vielfalt über ein großes Potenzial zur züchterischen Anpassung an solche Umwelteinflüsse. Der Schwerpunkt der Roggen-Züchtung lag bisher auf der Steigerung des Kornertrags, einer Erhöhung der Braunrostresistenz sowie der Verbesserung der Mutterkornabwehr. Roggen wird als Brotgetreide, Futtermittel und nachwachsender Rohstoff für die Energiegewinnung angebaut. Dies war bisher mit vergleichbarer Präzision nicht möglich!

Agriculture and Agri-Food Canada, Lethbridge Research and Development Centre, Kanada
Boreal Plant Breeding Ltd, Finnland
Danko Hodowla Roślin Sp. z o.o. Zakład Hodowli Roślin Choryń, Polen
Estonian Crop Research Institute, Jõgeva plant breeding, Estland
HYBRO Saatzucht GmbH & Co. KG, Deutschland
Julius Kühn-Institut, Deutschland
Natural Resources Institute Finland, Production systems, Finnland
Saatzucht LFS Edelhof, Österreich
Norwegian Institute of Bioeconomy, Research Dep. of Grain and Forage Seed, Norwegen
Universität für Bodenkultur Wien, Österreich
University of Saskatchewan, Department of Plant Science, Kanada

Das Projekt RYE-SUS wird aus Mitteln des Forschungs- und Innovationsprogramms „Horizont 2020“ der Europäischen Union im Rahmen der Finanzhilfevereinbarung Nr. 771134 unterstützt.

Publikation
Braun EM, Tsvetkova N, Rotter B, Siekmann D, Schwefel K, Krezdorn N, Plieske J, Winter P, Melz G, Voylokov AV, Hackauf B (2019) Gene Expression Profiling and Fine Mapping Identifies a Gibberellin 2-Oxidase Gene Co-segregating With the Dominant Dwarfing Gene Ddw1 in Rye (Secale cereale L.). Front Plant Sci. 10:857. doi: 10.3389/fpls.2019.00857.

Wissenschaftlicher Ansprechpartner
DI Franz Wieser, Saatzucht LFS Edelhof, Edelhof 1, 3910 Zwettl, Austria
Twitter: @RYE_SUS









Wir vergrößern uns.....

Der Zubau nimmt rasch Formen an...






Jeder Sommer hat seine Geschichte und seine Geschichten

 

Praktikumssommer am Edelhof 2019

Der Sommer neigt sich schön langsam seinem Ende zu und wie mittlerweile schon lange Tradition, war der Edelhof auch heuer Schauplatz zum Lernen und Kennenlernen. Wieder war eine fröhliche Schar Sommerhelfer bei uns fleißig am Werken. Zahlreiche junge Leute wollten die Landwirtschaft sowie Pflanzenzüchtung im Speziellen kennenlernen und der Edelhof bot wieder die Möglichkeit erste Arbeitsluft zu schnuppern und Berufserfahrung in Form eines Ferialpraktikums zu sammeln.

Viele fleißige Hände unterstützten uns bei der Arbeit im Wirtschaftsbetrieb, in den Stallungen und der Saatzucht. Ob bei der Versorgung der Tiere, Ernte im Beerengarten, auf den Versuchsfeldern oder bei Analysetätigkeiten im Labor, überall wurde mit Eifer, Spaß und guter Laune gewerkt. Wie jedes Jahr durften wir auch heuer wieder einige Firmen unserer Umgebung herzeigen und einen Besuch organisieren – dafür sagen wir DANKE!: So waren wir zu Besuch im Lagerhaus Zwettl, am Edelhofer Biobetrieb und Schulmuseum sowie bei der NÖ Saatbaugenossenschaft Meires und organisierten einen Züchter-Workshop und eine „Schnitterjausn“.

Die Tage und Monate des Sommers vergingen auch diesmal mit Hitze, viel Anstrengung und Spaß wie im Flug. Nun sind die Ferien vorüber und wir verabschieden uns von den fleißigen Helfern. Mit Blick auf den nächsten Sommer und die nächste Ernte hoffen wir wieder eine große Praktikantenschar am Edelhof begrüßen zu dürfen.

Es bleibt mir wie jedes Jahr nur noch eins – nämlich den jungen Helfern des Sommers 2019 im Namen des gesamten Edelhof-Teams ein herzliches Dankeschön zu sagen - für einen Sommer gefüllt mit seiner eigenen Geschichte. Die besteht auch heuer aus einer Menge einzelner Geschichten - Geschichten über gute Laune und Spaß, Geschichten über Zusammenarbeit und Engagement und vor allem Geschichten über euer reges Interesse an unserer Arbeit!

Danke sagen wir heuer:

Daniel (HLBLA St. Florian); Alexandra, Anja, Christina, Vanessa, Ida, Marion, Sophie und Gerd (BOKU, Wien- Agrar-bzw. Umweltwissenschaften); Natalie (HBLFA Raumberg); Alex (HBLFA Francisco Josephinum); Anna (Agrar-Universität Brünn); Andrea (FH Campus Wien); Florian (Universität Wien); Christiane, Fabian, Janine, Karin, Laura, Michael und Thomas (HLUW Yspertal bzw. Absolventen HLUW Yspertal); Lea (HLW Horn); Anja, Lena und Leonie (BORG Krems); Jakob (Gymnasium Wien); Marie (Gymnasium Kromeriz).


 





RWA-Konzern setzt auf verstärkte Kooperation mit LFS Edelhof

Neue Getreidesorten werden entwickelt

(aiz.info) Die Raiffeisen Ware Austria (RWA) verstärkt ihr Engagement in der österreichischen Pflanzenzüchtung und unterzeichnete kürzlich eine umfassende Kooperationsvereinbarung mit der Landwirtschaftlichen Fachschule (LFS) Edelhof (NÖ). Damit nutzt die RWA zukünftig im Rahmen einer Dienstleistungsvereinbarung verstärkt das Know-how der anerkannten Forschungseinrichtung. Ziel ist es, gemeinsam neue Getreidesorten zu züchten, die für sich ändernde österreichische Klimaverhältnisse besonders geeignet sind. „Wir stellen damit die Weichen, um den österreichischen Landwirten auch in Zukunft ein innovatives Sortiment bieten zu können, das auf die heimischen Anbaubedingungen regional optimal abgestimmt ist“, betonte RWA-Generaldirektor Reinhard Wolf im Rahmen des Vertragsabschlusses mit der verantwortlichen Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

Die RWA und die LFS Edelhof verbindet bereits seit mehr als 40 Jahren eine gute Zusammenarbeit. Diese wird mit dem Abschluss eines neuen Vertrages deutlich ausgeweitet. Im Rahmen der nun getroffenen Vereinbarung übernimmt das RWA-Tochterunternehmen „Saatzucht Edelhof GesmbH“ die Nutzungs- und Markenrechte an den eingetragenen Getreidesorten des Versuchsbetriebs der Fachschule. Das damit bereits erweiterte Saatgut-Repertoire des Konzerns wird zukünftig noch weiter ausgebaut. So hat die RWA die Fachschule damit beauftragt, intensiv an der Züchtung von neuen Weizen-, Roggen-, Gerste- und Hafersorten zu arbeiten und stellt hierfür auch erweiterte Personalressourcen bereit.

Bei der Mitarbeiterinformation (nach Firmenzugehörigkeit):

Rosner, Stauffer (beide Lande NÖ), Arocker, Karoshi (beide RWA),
Böhm, Hahn (beide Verein zur Förderung der Mohn-und Getreidezüchtung),
Bauer, Blauensteiner, Fürlinger, Schön, Lunzer, Berger, Wieser, Hofbauer, Zehetgruber, Zechner (alle Saatzucht bzw. LFS Edelhof).
Nicht am Bild: Winter