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Kornelemente seit 1903
Original Saatgut

 

Wir freuen uns über Sortenzulassungen:

6 neue Sorten für Edelhof!

Im Dezember 2020 gaben wir sieben Stellungnahmen zu den Prüfberichten des BAES ab: ein Sommerhafer wird noch ein drittes Jahr geprüft und sechs neue Sorten wurden für die Saatzucht Edelhof registriert! Internationale Kooperationen mit Niederlande und Deutschland machen sich inzwischen auch in unserer Züchtung erfolgreich bemerkbar. Auch diese Sorten wurde viele Jahre lang auf unseren Standorten in Österreich vom Waldviertel über die Steiermark bis nach Oberösterreich erfolgreich selektiert. Saatgut der Neuzulassungen wird ab dem nächsten Anbau für die Landwirte zur Verfügung stehen.

 

ELFRIEDE heißt unsere neue Sommer-Futtergerste. Ihre hohen Ertragsleistungen wurden mit sehr hohen Einstufungen sowohl im Pannonischen Trockengebiet als auch im Feuchtgebiet belohnt. Besonders im Waldviertel und in den klassischen Futtergerstenstandorten zeigt ELFRIEDE ihre verlässliche Stärke. Dazu ist sie blattgesund, erzielt hohe Stroherträge bei gesunder Strohabreife und hat natürlich die für Edelhof typische ausgezeichnete Kornqualität.

 

Zwei neue zweizeilige Wintergersten bereichern unser Portfolio. EKATERINA übertrifft alle Vergleichssorten mit ihrem überdurchschnittlichen Marktwarenanteil. EKATERINA  ist gesund im Blattwerk und zeigt ein sehr standfestes Bild bis zur Ernte. Wir freuen uns auch schon über internationales Interesse, zB in der Ukraine.

EUROPA überflügelt im Kornertrag sämtliche zweizeilige Sorten! Sie zeigt einen sehr hohen Korn-Proteingehalt und ausgezeichneten energetischen Futterwert. EUROPA ist kurz in der Wuchshöhe, sie zeigt eine besonders gute Standfestigkeit und sehr hohe Strohstabilität auch betreffend Halm- und Ährenknicken und ist damit auch für intensiv geführte Betriebe sehr gut geeignet. Eine neue Spitzenfuttergerste!

 

Der Grannenweizen mit dem besonders passenden Namen EKONOM zeichnet sich durch besonders hohe Kornerträge und N-Effizienz aus. Ertraglich übertrifft er alle momentan bedeutenden Qualitätsweizen in den Prüfungen. Als Qualitätsweizen der Backqualitätsgruppe 7 ist EKONOM  weiters mittelkurz und standfest bei mittelfrüher Reife.

 

Mit dem mittelkurzen und standfesten Kolbenweizen ELLIS wurde ein Mahlweizen der Backqualitätsgruppe 4 registriert. Auffällig sind seine über drei Prüfjahre besonders ertragsstabilen und hohen Kornerträge und Proteinwerte. ELLIS zeigt sich blattgesund und gut tolerant gegen Ährenfusarium. Seine Empfindsamkeit bei Auswuchs und Fallzahl ist zu beachten.

 

Der mittel-kurzstrohige und sehr standfeste Kolbenweizen ETHAN ist ein mittelfrüh reifender Futterweizen mit gewaltigem Ertragspotenzial und Korn-Proteinertrag, aber auch Ertragsstabiliät über die so verschiedenen letzten Vegetationsjahre. Gegen die Blattkrankheiten Mehltau, Gelb- und Schwarzrost zeigt ETHAN hervorragende Abwehrkräfte, für Braunrost zeigt sich eine bekämpfbare Anfälligkeit.

 




Neues TEAMFOTO




Neue Kühlhalle für Saatzucht an Landwirtschaftlicher Fachschule Edelhof eröffnet

LR Teschl-Hofmeister: Wertvoller Beitrag zur Erhaltung und Weiterentwicklung der genetischen Sortenvielfalt bei Getreide 

Edelhof (5.11.2020) Nach rund einem Jahr Bauzeit ist die neue Kühlhalle der Saatzucht der Landwirtschaftlichen Fachschule (LFS) Edelhof in Betrieb gegangen. Auf über 300 Quadratmetern kann nun das wertvolle Zucht- und Vermehrungsmaterial bei konstanter Temperatur ohne den Einsatz von Chemie bis zu zehn Jahre gelagert werden.
 „Die neue Kühlhalle ist ein wertvoller Beitrag zur Erhaltung und Weiterentwicklung der genetischen Sortenvielfalt bei Getreide. Denn die zeitgemäße Infrastruktur bildet den Grundstein für die innovative wissenschaftliche Saatzucht am Edelhof“, betont Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. „Bei der Züchtung von klimafitten und regional angepassten Getreidesorten konnte man schon große Erfolge erzielen. Erst voriges Jahr wurden gleich fünf neue Sorten zugelassen, das ist eine große Anerkennung der intensiven Forschungsarbeit“, so Teschl-Hofmeister.

 „Der Neubau der Kühlhalle war notwendig, weil die Züchtungsaktivitäten durch die neue Kooperation mit der Saatzucht Edelhof GmbH stark zugenommen haben und wir an die Kapazitätsgrenzen gestoßen sind. Einerseits hat die Forschungstätigkeit rund um die an Klimaerwärmung angepassten Getreidesorten zugenommen. Andererseits hat die Anzahl der Wertprüfungskandidaten auf nationaler und auch internationaler Ebene deutlich zugenommen“, betont Saatzucht-Leiterin Elisabeth Zechner. „Mit der temperierten Kühlung bleibt die Keimfähigkeit des Zucht- oder Vermehrungsmaterials bis zehn Jahre erhalten. Ernteausfälle können somit problemlos ausgeglichen werden. Zudem treten durch die konstante Temperatur Schädlinge wie die Kornmotte oder der Kornkäfer nicht auf und der Einsatz von Pestiziden ist somit nicht notwendig“, so Saatzucht-Betriebsleiter Hubert Hofbauer.

Die Baukosten mit einem Volumen von 480.000 Euro wurden vom Verein zur Förderung einer nachhaltigen und regionalen Pflanzenzüchtung getragen, mit der die Saatzucht Edelhof kooperiert. Neben der Kühlhalle umfasst der Neubau auch eine Einstellhalle für Geräte und Maschinen. Der Strom für die Kühltechnik wird mit einer am Dach montierten Fotovoltaikanlage erzeugt.

Der Saatzuchtbetrieb am Edelhof, einer der ältesten Getreidezuchtbetriebe Österreichs, wurde 1903 gegründet und kann somit auf eine über hundert Jahre alte Tradition verweisen. Die züchterische Arbeit wurde kontinuierlich gesteigert, sodass die Saatzucht Edelhof heute international anerkannt ist mit Sortenzulassungen und Vermarktung von der Türkei über Russland bis Kanada und von Serbien bis Finnland. Ausschließlich am Edelhof werden österreichische Neuzüchtungen von Roggen, Sommergerste und Hafer mit hoher Qualität durchgeführt.


Getreidezüchter ÖKR Ing. Konrad Schulmeister verstorben

 

Konrad Schulmeister wurde am 15. November 1933 in Blumau bei Etzen im österreichischen Waldviertel geboren. Nach dem Besuch der Grundschule hatte Schulmeister erstmalig während der Ausbildung in der Landwirtschaftlichen Fachschule Edelhof bei Zwettl/Niederösterreich Kontakt mit der Getreidezüchtung. Im Jahre 1951 wurde er als Hilfskraft unter dem früheren Saatzuchtleiter und Pflanzenbaulehrer bzw. späteren Schuldirektor Dipl.-Ing. Johann Boden angestellt. Ab dem Jahre 1954 war Schulmeister als Assistent in der Saatzucht und als Lehrkraft in der Landwirtschaftlichen Fachschule Edelhof tätig. 1980 wurde ihm die Standesbezeichnung „Ingenieur“ verliehen. Von 1979 bis zum Übertritt in den Ruhestand 1997 war Schulmeister verantwortlicher Leiter der Saatzucht Edelhof. Auch danach blieb er der Züchtung durch seine Tätigkeit im Verein zur Förderung der Mohn- und Getreidezüchtung treu erhalten. Bis 2009 beschäftigte sich Konrad Schulmeister weiterhin mit züchterischen Projekten. Mit 76 Jahren nahm er schweren Herzens Abschied von seinem Edelhof, wohlweislich zufrieden, den Fortbestand der Züchtung in guten Händen zu wissen. 

 

Schulmeister begann 1954 als Autodidakt und mit bescheidensten Mitteln in der Landwirtschaftlichen Fachschule Edelhof mit der Erhaltungszüchtung der Landsorte „Edelhofer Winterroggen“. Mit einer den Bewohnern des Waldviertels eigenen Beharrlichkeit entwickelte er daraus in beeindruckender Weise die heutige Saatzucht Edelhof. Auf Winterroggen- und Haferzüchtung folgten ab 1973 die Sommergersten-, 1977 die Weizen- und ab 1990 eine Wintergerstenzüchtung. Auch nahm Schulmeister den Graumohn als Spezialität des Waldviertels in die züchterische Arbeit auf.

Weiters intensivierte Schulmeister die Zusammenarbeit mit dem VLG, dem Verband Ländlicher Genossenschaften (heute RWA – Raiffeisen Ware Austria) und mit zahlreichen ausländischen Firmen als Saatgut- und Sortenvertriebspartner. Um Zeit in der Züchtung einzusparen, wurden erstmals 1993 Winter-Zwischengenerationen in Chile beim Vermehrungsbetrieb Erik von Baer angelegt. Im selben Jahr wurde in Zwettl der Verein zur Förderung der Mohn- und Getreidezüchtung gegründet. Unter Schulmeister als Geschäftsführer und späteren Obmann entwickelte sich dieser zu einem wichtigen Projektträger für Investitions-, Forschungs- und Entwicklungsprojekte, dem in seiner Verantwortung von nationalen und EU-Förderungsgebern 16 F&E-Projekte finanziert wurden. Die Themen reichten von „Sehr winterfester Populationsroggen für die Hochregionen in Österreich“ über die „Kompetente Fachkraft in der Pflanzenzüchtungsbranche – Labor, statistische Züchtungs- und Versuchsauswertung, FEMtech“ und „Bioethanol – Energie aus Getreide“ oder seinem absoluten Lieblingsprojekt „2/3 Saatgutbedarf – 2/3 Züchtungszeit“ im Winterweizen bis hin zu „Hybridroggen – Züchtung“.

Den über zwei Jahrzehnte gehegten Wunsch, für die Saatzuchtaktivitäten am Edelhof ein eigenes Haus zu bewirtschaften, konnte sich Schulmeister mit der Einweihung 1996 erfüllen. Seither dient ein stilecht gebauter Waldviertler Dreiseitshof der Saatzucht Edelhof und dem Verein zur Förderung der Mohn- und Getreidezüchtung (heute zur Förderung einer nachhaltigen und regionalen Pflanzenzüchtung) als Arbeitsstätte. Die Verleihung des Titels „Ökonomierat“ 1998 war für Konrad eine große Anerkennung für seine züchterische Tätigkeit. Er hat einen wesentlichen Beitrag zum Wohle der österreichischen Landwirtschaft geleistet.

Unter der Koordination von Konrad Schulmeister in Zusammenarbeit mit der RWA konnte 2003 das 100jährige Saatzucht-Jubiläum gefeiert werden. Stolz war er auch auf die Ernennung zum Ehrenmitglied des Edelhofer Absolventenverbandes im Jahre 2004.

 

Viele Neuzulassungen fallen in den Zuständigkeitsbereich von Konrad Schulmeister. In dieser Zeit erfolgte eine Erstzulassung in Österreich sowie danach auch in weiteren Ländern:

Winterroggen: EHO-Kurz (1965 AT, CH, FR, HR), Elect (1992 AT, CH, SI)

Sommerhafer: Edo (1987 AT, CH), Eberhard (1989 AT, CH, LU, HU), Explorer (1989 AT, HR, LU), Euro (1991 AT, SI, SK), Expander (1992 AT, CH, DE, HR, HU, LU, SI, SK), Efendi (1995 AT, CH), Ewald (1997 AT)

Sommergerste: Ebra (1984 AT), Elke (1986 AT), Erika (1988 AT), Esta (1989 AT), Extra (1990 AT, HR), Effekta (1991 AT, HR), Elisa (1993 AT, CH, HU, LU, SI), Evelyn (1994 DK)

Sommerweizen: Erwin (1990 AT), Egon (1995 SI)

Winterweizen: Exquisit (1995 AT), Erik (1996 HU), Edison (2001 AT, HR)

Graumohn: Edel-Rot (1990 AT), Edel-Weiß (1990 AT)

 

Darüber hinaus legte Schulmeister die Basis für die Selektion vieler weiterer Sorten in allen am Edelhof bearbeiteten Getreidearten. Von den Anfangszeiten, in denen er nahezu alleine am Feld und in den Büchern tätig war, entwickelte sich der Personalstand zu sechs MitarbeiterInnen bis zu seiner Pensionierung. War die Saatzucht am Edelhof mit seinem Eintreten in die Züchtung in den 1950iger Jahren ein Zuchtbetrieb für die Region, wurde sie durch das Wirken von ÖKR Konrad Schulmeister zu einem international anerkannten Getreidezuchtbetrieb ausgebaut.

Konrad ging zwar in Pension, war aber bis zu seinem Lebensabend immer mit der Edelhofer Saatzucht als Züchter verbunden.

Das Team der Saatzucht Edelhof wird seinem Mentor und großen Vorbild Konrad Schulmeister 
immer ein ehrendes Andenken bewahren.





Die 'kurze' Revolution im Roggenfeld

Mit Halbzwergen zu mehr Ertrag und Toleranz gegen Trockenstress

Züchter an der Saatzucht Edelhof wollen das Brotgetreide im internationalen Verbund attraktiver machen und gegen den Klimawandel wappnen. Aktuelle Studie liefert Präzisionswerkzeuge für die züchterische Nutzung des Kurzstroh-Gens Ddw1 und vermittelt neue Erkenntnisse zu seiner Wirkungsweise.



Edelhof, Zwettl. Der Roggenanbau hat in Mittel- und Nordeuropa eine lange Tradition. Die Brotspezialitäten aus dem genügsamen Verwandten des Weizens werden geschätzt. Ein internationales Forschungskonsortium, zu dessen elf Partnern auch die Saatzucht Edelhof zählt, will das Getreide züchterisch auf die Zukunft vorbereiten und den Roggenanbau attraktiver machen.  Aufbauend auf seinen guten Eigenschaften wie Winterhärte, geringer Ansprüche an den Boden und den geringsten CO2 Fußabdruck unter den Getreidearten, sollen im Projekt RYE-SUS die Lagerneigung sowie die Trockenstresstoleranz des Roggens verbessert werden.

Von besonderer Bedeutung ist dabei die Verkürzung der Halme. Die Züchtungsforscher setzen dazu auf einen Durchbruch, den sie in der Fachzeitschrift „Frontiers in Plant Science“ beschreiben. Mit moderner Sequenziertechnologie haben die Wissenschaftler kurz- und normalstrohigen Roggen umfassend charakterisiert. Sie erhielten so erstmals Einblicke, auf welche Weise das Wachstumshormon Gibberellin die Wuchshöhe der Pflanze auf molekularer Ebene kontrolliert. Die Aktivität eines Gens aus der Gibberellinbiosynthese wird in Roggen, der das Kurzstroh-Gen Ddw1 trägt, deutlich gesteigert. „Wir konnten diesen Erkenntnisgewinn für die Entwicklung von neuen Selektionswerkzeugen nutzen, mit denen Ddw1 in Elitezuchtmaterial eingekreuzt werden kann“, sagt Dr. Bernd Hackauf vom JKI. Dies war bisher mit vergleichbarer Präzision nicht möglich.

Mitte des 20. Jahrhunderts hatte die Züchtung von Halbzwergen zu einer enormen Ertragssteigerung beim Weizen geführt, unter anderem, weil kurze Halme deutlich schwerere Ähren tragen können, ohne umzuknicken. „Beim Roggen wollen wir nun die entsprechende Kurzstroh-Ära einleiten. Die molekularen Daten zeigen, dass Ddw1 auch ein Schlüssel sein könnte, um die Dürretoleranz des Roggens zu erhöhen“, erklärt Hackauf.

Gemeinsam mit ihren Partnern haben die Züchtungsforscher am JKI das Gen Ddw1 in erste Saat-elternlinien eingekreuzt. Im Sommer 2019 wuchsen kurzstrohige Linien, die das Ddw1-Gen reinerbig tragen – eine Weltpremiere. Kreuzt man diese Elterlinien weiter, vererben sie Ddw1 an ihre Nachkommen; deren Halme bleiben aufgrund der dominanten Wirkungsweise von Ddw1 ebenfalls verkürzt.
Über die Kreuzung mit genetisch verschiedenen Polleneltern können die Wissenschaftler nun einen sogenannten Heterosis-Effekt nutzen: Werden reinerbige Elternlinien miteinander gekreuzt, liegt die Leistung der ersten Nachkommengeneration (F1-Hybriden) zumeist deutlich über der ihrer Eltern. Auf diese Weise erstellen die Forscher besonders leistungsstarke Nachkommen, die neben Kurzstrohigkeit weitere vorteilhafte Merkmale in sich vereinen – eine Weiterentwicklung der 'Grünen Revolution'. Beim Anbau leistungsstarker Hybriden mit hoher Mutterkornabwehr und verkürzten Halmen kann auf chemische Wachstumsregler künftig verzichtet werden, auch die Energiekosten für Ernte und Trocknung reduzieren sich, so der Plan der Forscher. Um die Leistung der Züchtungen unter verschiedenen Klimaszenarien vorhersagen zu können, wollen die Experten des JKI im Rahmen von RYE-SUS das erste Wachstums- und Entwicklungsmodell für Roggen etablieren. Weitere Merkmale, denen sie sich widmen, sind das Wurzelsystem sowie die genetischen und molekularen Grundlagen der ausgeprägten Winterhärte des Roggens.  

Hintergrund
Roggen zählt derzeit zu den gering genutzten Kulturpflanzen. Er trägt weniger als 2,5 Prozent zur Getreideproduktion in Europa bei. Auf leichten, grundwasserfernen Böden hat Roggen aufgrund seines hoch entwickelten Wurzelsystems einen Vorteil gegenüber anderen Getreiden. Er ist zugleich aber in besonderem Maße von den Auswirkungen des Klimawandels, konkret von Extremwetterereignissen wie Dürreperioden, Hitzewellen oder, aufgrund seines langen Halmes, von Starkniederschlägen betroffen. Als Fremdbestäuber verfügt Roggen jedoch wegen seiner hohen genetischen Vielfalt über ein großes Potenzial zur züchterischen Anpassung an solche Umwelteinflüsse. Der Schwerpunkt der Roggen-Züchtung lag bisher auf der Steigerung des Kornertrags, einer Erhöhung der Braunrostresistenz sowie der Verbesserung der Mutterkornabwehr. Roggen wird als Brotgetreide, Futtermittel und nachwachsender Rohstoff für die Energiegewinnung angebaut. Dies war bisher mit vergleichbarer Präzision nicht möglich!

Agriculture and Agri-Food Canada, Lethbridge Research and Development Centre, Kanada
Boreal Plant Breeding Ltd, Finnland
Danko Hodowla Roślin Sp. z o.o. Zakład Hodowli Roślin Choryń, Polen
Estonian Crop Research Institute, Jõgeva plant breeding, Estland
HYBRO Saatzucht GmbH & Co. KG, Deutschland
Julius Kühn-Institut, Deutschland
Natural Resources Institute Finland, Production systems, Finnland
Saatzucht LFS Edelhof, Österreich
Norwegian Institute of Bioeconomy, Research Dep. of Grain and Forage Seed, Norwegen
Universität für Bodenkultur Wien, Österreich
University of Saskatchewan, Department of Plant Science, Kanada

Das Projekt RYE-SUS wird aus Mitteln des Forschungs- und Innovationsprogramms „Horizont 2020“ der Europäischen Union im Rahmen der Finanzhilfevereinbarung Nr. 771134 unterstützt.

Publikation
Braun EM, Tsvetkova N, Rotter B, Siekmann D, Schwefel K, Krezdorn N, Plieske J, Winter P, Melz G, Voylokov AV, Hackauf B (2019) Gene Expression Profiling and Fine Mapping Identifies a Gibberellin 2-Oxidase Gene Co-segregating With the Dominant Dwarfing Gene Ddw1 in Rye (Secale cereale L.). Front Plant Sci. 10:857. doi: 10.3389/fpls.2019.00857.

Wissenschaftlicher Ansprechpartner
DI Franz Wieser, Saatzucht LFS Edelhof, Edelhof 1, 3910 Zwettl, Austria
Twitter: @RYE_SUS